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Farbdialog, Kunstherapie & Imagination

 

Wolfhard König:

 

Farben aktivieren besonders die archetypischen Schichten des Unbewussten.  Kunsttherapie ist heute z. B. in allen psychosomatischen Kliniken unverzichtbar, seit die Neurophysiologie festgestellt hat, dass wichtige Störungen (z. B. die so genannten Frühstörungen) nur im so genannten impliziten Gedächtnis und nur symbolisch gespeichert sind (d. h. noch nicht verbal). Sie sind speziell über Kunsttherapie behandelbar. Besonders der Farbdialog aktiviert die Energieflüsse im Unbewussten und dessen archetypische Ordnungskräfte. (Näheres zu Farbdialog siehe Symboltherapie.)

 

Elke Pfister:
 

Zentraler Bestandteil der Arbeit mit Symbolen sind auch Imaginationsübungen. Die inneren Bilder, die im Rahmen von Imaginationen spontan aus dem Unbewußten auftauchen, spiegeln die Problemstellungen, die Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten des Menschen.

Die Arbeit ist prinzipiell direktiver als die psychoanalytische.

Die Imagination läßt sich auf bestimmte Gefühle fokussieren, die sich dann anhand der auftauchenden Bilder detaillierter und umfangreicher begreifen lassen.

 

Ebenso kann die Imagination auf den Körper, z.B. auf bestimmte Organe gerichtet werden (bes. bei psychosomatischen Beschwerden) um Antworten des Körpers bildhaft zu bekommen und die Weisheit des Körpers zu nutzen.

Schließlich können Meditationsübungen den Weg zur inneren Essenz des eigenen Seins weisen und dort regenerative und kreative Energien freisetzen.